Digitale Souveränität – bye bye US-Services

Unser Ziel 2026: Digitale Souveränität als Antwort auf politische Unsicherheit
Die aktuelle politische Entwicklung in den USA zeigt: Abhängigkeiten von US-Diensten bergen nie geahnte Risiken. Als Studio setzen wir uns seit 2026 deshalb ein ehrgeiziges Ziel. Wir arbeiten daran, so viele US-Services wie möglich durch europäische oder selbst gehostete Alternativen zu ersetzen. Nicht aus Prinzip, sondern aus Überzeugung. Wir möchten mehr Kontrolle, Datenschutz und Unabhängigkeit für uns und unsere Projekte. Erfahren, wie wir diese Strategie umsetzen und warum sie gerade jetzt entscheidend ist.
Was ist digitale Souveränität
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Einzelpersonen, Unternehmen und staatlichen Institutionen, ihre digitalen Geschicke selbstbestimmt zu lenken. Es geht darum, nicht alternativlos von einzelnen Anbietern oder Technologien abhängig zu sein. Wer souverän agiert, behält die volle Kontrolle über gespeicherte Daten, die genutzte Software und die zugrunde liegende Infrastruktur.
In der Praxis bedeutet das vor allem den Abschied von geschlossenen Systemen. Statt auf proprietäre „Blackbox“-Lösungen zu setzen, rücken Transparenz und Austauschbarkeit in den Fokus. Für unsere Arbeit im Studio ist dieses Prinzip ein Kernwert, der sicherstellt, dass wir Lösungen entwickeln, die auch in vielen Jahren noch sicher und kontrollierbar bleiben.
Bye bye US-Services
Lange Zeit war der Griff zu großen US-amerikanischen Cloud-Diensten der Standard. Doch die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz und die DSGVO, machen diese Abhängigkeit zunehmend problematisch.
Durch den Verzicht auf Dienste, die Daten unkontrolliert auf Server außerhalb der EU übertragen, minimieren wir rechtliche Risiken. Wir setzen stattdessen auf Infrastrukturen, die hiesigen Standards entsprechen und die Gewissheit geben, dass Unternehmensdaten und die Daten der Nutzer:innen geschützt sind.
Europäische Alternativen und Open Source
Es gibt mittlerweile für fast jeden Bereich exzellente europäische Alternativen. Ob Hosting, Analytics oder Collaboration-Tools – Anbieter aus Europa bieten nicht nur Datenschutz-Konformität, sondern oft auch eine spezialisiertere Betreuung und modernste Technologie. Wir evaluieren kontinuierlich den Markt, um die besten Werkzeuge für unsere Projekte zu finden.
Auf der Website european-alternatives.eu findet sich ein schöner Überblick über Europäische Alternativen zu US-Lösungen.
Ein massiver Pfeiler dieser Souveränität ist Open Source. Software, deren Quellcode offenliegt, bietet maximale Transparenz. Der Vorteil: Kein Anbieter kann durch Lizenzmodelle „einsperren“ (Vendor Lock-in). Wenn eine Software Open Source ist, gehört sie gewissermaßen der Gemeinschaft – und damit sind die darauf basierenden Lösungen investitionssicher und hochgradig anpassbar.
Vorteile durch Self-hosted Lösungen
Self-hosted Anwendungen, also auf eigenen oder exklusiv gemieteten Servern betriebene Lösungen, bieten maximale Datenkontrolle. Im Gegensatz zu Software-as-a-Service (SaaS), bei der man mietet und sich den Regeln des Anbieters unterwirft, bestimmt man beim Self-hosting selbst über Updates, Sicherheitsintervalle und Speicherorte.
Das sorgt für eine hohe Effizienz in der Verwaltung und oft für langfristige Kostenersparnis, da starre Abo-Modelle entfallen. Zudem lassen sich Self-hosted Systeme nahtloser in bestehende IT-Landschaften integrieren und exakt auf interne Workflows zuschneiden.
Der Aufwand lohnt sich
Die Umstellung auf souveräne Systeme erfordert zu Beginn oft etwas mehr Planung als der schnelle Klick auf ein US-SaaS-Produkt. Doch die Stärken überwiegen: Langfristige Sicherheit, ethische Datenverarbeitung und technische Freiheit sind in der heutigen Zeit wertvolle Assets. Wir sehen das Zukunftspotenzial vor allem in der Kombination aus europäischen Cloud-Initiativen und ausgereifter Open-Source-Software.
Kritisch muss man anmerken, dass die Verantwortung beim Self-hosting höher ist – Wartung und Updates müssen professionell begleitet werden. Genau hier setzen wir als Partner an, um diese Komplexität zu managen, damit man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren kann.
Veröffentlicht am 22. Februar 2026